Mailing II: So sammeln Sie E-Mail Adressen

Nach der DSGVO überarbeiten viele Weingüter ihren Stamm an E-Mail Adressen. Denn: Was nützen die besten Programme mit gutem Newsletter, wenn man keine Adressen hat, an die man sie senden kann. Bei den Datenübernahmen aus alten Weinbau-Programmen fällt uns immer wieder auf, dass in vielen Fällen weniger als 5% der Kunden eine E-Mail Adresse hinterlegt haben - von Zustimmungen für Werbe-Mailings o.ä. ganz zu schweigen.Wir wollen Ihnen in diesem Artikel erklären, wie Sie mit fünf einfachen Schritten zum professionellen E-Mail Sammler werden und damit Ihrem Weingut, der Umwelt und vor allem auch Ihren Kunden etwas Gutes tun können.

 

Was Ihnen eine E-Mail Adresse bringt

Warum man möglichst viel auf E-Mail setzten sollte, haben wir in unserem Artikel zum Thema "papierloses Weingut" schon eindrücklich dargelegt. Egal ob Brief, Rechnung oder anderer Beleg. Hier nochmal die wichtigsten Argumente:

  • Einsparung von Papier, Tinte und Druckerverschleiß - gut für den Geldbeutel und die Natur
  • Einsparung von Portokosten
  • Einsparung von Zeit (Denn auch Drucken und Kuvertieren kostet)
  • Schnellere Übermittlung an den Kunden und schnelles Feedback
  • Besserer Überblick über die Kommunikation mit dem Kunden
  • Direkte Feedbackmöglichkeit des Kunden - z.B. können Bestellungen zur Aktion direkt erfolgen!
    (Bei einem Brief muss man erst an den PC - da haben den Brief schon über 80% der Kunden weg gelegt!)

 

Sammelstelle Nummer 1: Die eigene Homepage

Ihre Homepage wird täglich von vielen Ihrer Kundne besucht: Ermöglichen Sie es Ihren Kunden daher sich schnell und einfach mit einem Anmelde-Formular direkt auf der Homepage anzumelden. Dieses Prozedere nennt sich "Double Opt In" und bedeutet soviel wie "zweifache Anmeldung". Um DSGVO-Konform zu handeln, müssen dabei folgende Schritte beachtet werden:

  • Der Kunde muss Seine E-Mail am besten mit Vor- und Nachname angeben.
  • Der Kunde muss darüber belehrt werden, dass er mit der Anmeldung einen Newsletter erhält und wie er diese Einwilligung jederzeit widerufen kann.
  • Nach der Anmeldung muss der Nutzer eine E-Mail mit einem Bestätigungslink erhalten.
  • Erst wenn der Kunde damit die Anmeldung bestätigt, drüfen Sie ihn in Ihren Verteiler aufnehmen.

Dieses Prozedere bieten wir auch mit unserer Double OptIn Schnittstelle an. Diese wird in Ihre Homepage integriert und wickelt alles vollautomatisch ab. Sie müssen die Anmeldungen nur noch in Weinbau-online.de dem richtigen Kunden zuweisen oder ggf. neu anlegen. So sieht das dann aus.

 

Sammelstelle Nummer 2: Belege, Briefe und Bestellungen

Nehmen Sie einmal Ihren letzten Serienbrief in die Hand: Sie überlegen vielleicht gerade, was ein ausgedruckter Brief mit der E-Mail zu tun hat? Ganz einfach: Sie hätten ihn auch elektronisch senden können. Da Sie das schon nicht getan haben, hätten Sie hier wenigstens auf eine E-Mail hinarbeiten können. Daher unser Tipp an Sie:

  • Fordern Sie Kunden in postalischen Anschreiben auf, Ihnen Ihre E-Mail Adresse zu schicken
  • Denken Sie auch daran, dass auch die Preisliste per E-Mail rausgehen könnte
  • Sagen Sie dem Kunden gleich, was es ihm bringt: Er spart Arbeit, Zeit und tut etwas Gutes für die Umwelt
  • Hinterlegen Sie einen QR-Code mit Ihrer E-Mail Adresse darin auf Belgen, der Kasse, den Zetteln.
    (Einen QR-Code können Sie sich in Weinbau-online.de auf der Startseite des Programms selbst erstellen)
  • So könnte ein Beispiel unter einem Beleg oder Brief für einen gewissen Zeitraum aussehen:
    (Dazu bietet sich vor allem das Briefpapier an. Später kann es eine kleine Druck-Notiz sein.)

Sehr geehrter Herr Mustermann,
helfen Sie mit uns zusammen der Umwelt und melden Sie sich bei unserem E-Mail Verteiler an. Schreiben Sie an info@musterweingut.de und erhalten Sie ab jetzt Informationen umweltfreundlich und elektronisch. Danke!

 

Sammelstelle Nummer 3: Der eigene Webshop

Es hört sich zwar einfach an, aber bei nur wenigen Weingütern wird eine Webshop-Bestellung auch gleich in der Kundenkartei hinterlegt. Dabei liefert Ihnen hier der Kunde doch schon gleich seine E-Mail Adresse ggf. samt Einwilligung zur Kommunikation auf dem Silbertablett. (Achten Sie hier auf Ihre AGBs und entsprechende Haken im Shop.)

  • Hinterlegen Sie die E-Mails ankommender Bestellungen sofort im Kunden
    (In Weinbau-online.de bei Neuanlage automatisch - ansonsten Vergleich im Reiter "System")
  • Erfragen Sie dazu mit einem gesonderten Haken, ob der Kunde auch (widerrufbar) Ihren Newsletter empfangen möchte (hier gilt das gleiche Double OptIn Verfahren wie in Nummer 1 s.o.)
  • Pflegen Sie auch unterschiedliche Adressen in den Ansprechpartnern
  • Fragen Sie in der Kommunikation direkt den Kunden, ob Sie auch generelle Informationen schicken dürfen
  • Hinterlegen Sie die erlaubten Werbekanäle im Kunden (In Weinbau-online.de unter dem Reiter "System")

 

Sammelstelle Nummer 4: Persönlicher Kontakt

Fast jeder Kunde hat heutzutage eine E-Mail Adresse. Auch die, die gerade bei Ihnen auf dem Hof stehen. Hier ist eine sehr einfache Stelle, um E-Mail Adressen zu sammeln.

  • Drucken Sie sich ein paar vorgefertigte Zettel mit Feldern für Namen und E-Mail (Alternativ QR-Code aus s.o.)
  • Legen Sie die Zettel an der Kasse aus (falls vorhanden)
  • Fragen Sie Kunden, ob Sie Belege auch zusenden dürfen (Zettel nicht vergessen)
  • Übertragen Sie die Adressen täglich ins System
  • Fordern Sie den Kunden auf ihnen doch "gerade vom Smartphone eine Mail zu schreiben", damit Sie die Adresse haben (QR-Code auf Zetteln nicht vergessen!)

 

Machen Sie dieses Verhalten einmal für einige Wochen zu Ihrem Thema. Sie werden sehen, dass vielen (vor allem jungen) Kunden elektronische Post lieber ist als Papier. Trauen Sie sich und fangen Sie mit dem Sammeln an. Sie werden sehen, dass es sich sehr schnell lohnt und Sie ein Stück weit näher an Ihre Kunden bringt. Achten Sie auch darauf, Anschreiben immer in E-Mail und Brief aufzuteilen. So können Sie in Weinbau-online.de am Ende eines Briefes immer entscheiden, welche Gruppe Sie wie anschreiben. In unserem nächsten Blogbeitrag werden wir Ihnen vorstellen, wie Sie versendete Newsletter richtig auswerten.

 

Sammelstelle Nummer 5: Weinproben

In unserem Artikel zum Thema "gute Weinproben" haben Sie es sicher schon gelesen: Fragen Sie Daten und Informationen von Ihren Weinkunden auch - oder gerade! - bei Weinproben ab. Bieten Sie dem Kunden vertriefende Informationen zu den gerade probierten Weinen an. Hier ist die Handlungsbereitschaft extrem hoch. Wie das am besten geht, erfahren Sie in unserem Artikel dazu.

 

Mehr Informationen zum Thema "gute E-Mails"

Wir haben Ihnen schon viele Informationen und Ideen um das Thema "gute E-Mails" zusammen gestellt. Lesen Sie auch die anderen Artikel aus unserer "Mailing-Reihe" und werden Sie zum E-Mail Profi!