Mailing I: Professionelle E-Mail Newsletter

Täglich flattern viele in unser Postfacht und beinahe jedes Weingut bietet einen an: Die Rede ist vom Weinguts-Newsletter. Aktuellen Umfragen zur Folge, spielen E-Mail Newsletter immer noch eine wichtige Rolle. Obwohl dieses Medium der Werbung schon vergleichsweise alt ist, werden doch in der Verwendung einige Fehler begangen. Der erste liegt darin, dass der Newsletter wie eine normale E-Mail betrachtet wird, die man auch im Tagesgeschäft schreibt. Der zweite Fehler liegt darin, dass bei mangelnder Qualität oder fehlenden Abmelde-Möglichkeiten Kunden schnell frustriert sind. So kann ein Newsletter nicht nur positiv aufgenommen werden - er kann im schlimmsten Fall sogar massiven Schaden anrichten. Daher haben wir in folgendem Artikel für alle Weingüter ein paar Tipps für den guten Newsletter zusammen gestellt.

 

Mehr Informationen zum Thema "gute E-Mails"

Dieser Artikel fasst alle Beiträge des letzten Jahres zum Thema "E-Mails" ein wenig für Sie zusammen. Wir haben Ihnen schon viele Informationen und Ideen um das Thema "gute E-Mails" zusammen getragen: Lesen Sie auch die anderen Artikel aus unserer "Mailing-Reihe" und werden Sie zum E-Mail Profi!

 

1. Vorüberlegungen zum Newsletter

Zuerst sollten Sie sich einige Fragen stellen - Und das bevor Sie den Newsletter schreiben oder gar absenden:

  • Möchten Sie einen regelmäßigen Newsletter oder nur ein einzelnes Anschreiben anfertigen?
  • Passt ein E-Mail Anschreiben zu Ihrer normalen Kommunikation oder erreichen Sie Ihre Kunden für gewöhnlich anders besser?
  • Haben Sie einen ausreichenden und vor allem gepflegten Stamm an E-Mail Adressen?
  • Haben Sie genug Zeit den Newsletter zu planen und vorzubereiten?
  • Haben Sie genug Ideen und einen Plan, wann Sie was veröffentlichen?

Machen Sie sich vor dem Start erst mit Ihrer E-Mailing Software, wie zum Beispiel dem Newsletter Modul in Weinbau-online.de, vertraut. Testen Sie, wie Sie E-Mails versenden und ob sie auch wie gewünscht ankommen. Probieren Sie das auch schon weit in Vorfeld aus, damit Sie beim Versand des Newsletter bereits mit dem System vertraut sind. Planen Sie großzügig und mit viel Luft, damit Sie keinen halbfertig Newsletter absenden müssen.

(Tipp: Sie können in Weinbau-online.de einstellen wann der Newsletter versendet werden soll. So können Sie schon eine Woche im Voraus einen Newsletter "scharf" schalten und ggf. noch stoppen und abändern.)
 

2. Welche Botschaft schicken Sie an welche Kunden?

Wir erhalten täglich viele E-Mails in unserem Postfach und sehr viel davon ist wirklich nicht relevant und wichtig für uns. Daher landet eine unwichtig aussehende Werbe-Email auch zurecht schnell und ungelesen im Papierkorb. Wie aber können Sie die Chancen erhöhen, dass Ihre Kunden den Newsletter auch lesen?

  • Schreiben Sie verschiedene Anschreiben an verschiedene Kundengruppen. Weinkunden in Ihrer Nähe interessiert das lokale Weinfest natürlich viel mehr, als Kunden in Kiel. Auf der anderen Seite interessiert den Kieler Kunden vielleicht eher die Wein-Tour nach Norddeutschland. Nutzen Sie also die Kundenselektionen in Weinbau-online.de und stimmen Sie die E-Mails auf Ihre Weinkunden ab.
  • Präsentieren Sie Artikel und Veranstaltungen zielgruppengerecht. Passt die neue, hippe Wein-Linie zu den alten Bestandskunden? Oder schicken Sie diesen Kunden lieber ein bewährtes Wein-Sortiment und erwähnen das andere Paket nur nebenbei?
  • Schreiben Sie niemanden an, der es nicht will. Über den praktischen Abmelde-Link können sich Kunden schnell vom Verteiler abmelden. Wenn ein Kunde sich abmeldet, sollten Sie sich nicht angegriffen fühlen! Nutzen Sie beim nächsten Newsletter einfach die Option, dass ihre Mail nur an Kunden mit Zustimmung zum Newsletter versendet wird. So wird der Kunde gar nicht erst genervt und Schaden sofort minimiert.


3. Bringen Sie hochwertigen Inhalt rüber!

Überlegen Sie sich, wie Sie dem Kunden wichtige Informationen mitgeben können. Der Weinkunde muss nach dem Lesen Ihrer E-Mail das Gefühl haben, dass er etwas neues gelernt hat und nun bessere Entscheidungen treffen kann.

  • Wählen Sie einen aussagekräftigen und interessanten Betreff.
    Schlecht: Neues vom Weingut Mustermann.
    Besser: Unser spritziger 2016er ist endlich zu haben!
  • Schreiben Sie interessante Inhalte. Wichtig ist hier: Nicht das was SIE interessant finden ist relevant, sondern das was der KUNDE interessant findet! Überlegen Sie alsoganz genau, was Ihre Kunden interessiert: Machen Sie gerade einfach nur ein Ego-Mailing, indem Sie sich präsentieren? Denken Sie einmal aus Sicht des Kunden über Ihren Newsletter nach: Kunden - oder besser alle Menschen - möchten informiert und und unterhalten werden - Geschichten anderer Menschen interessieren sie ggf. nur beiläufig.
    Schlecht: Besuchen Sie unser Herbst-Hoffest im renovierten Innenhof am....!
    Besser: Verbringen Sie schöne Stunden bei Spitzenwein im urigen Weinguts-Ambiente am....
  • Geben Sie Ihren Kunden interessante Tipps. Helfen Sie ihm dabei sich zu entscheiden und erklären Sie ihm, wozu Ihr Produkt oder Ihre Information ihn befähigen. Ideen wären zum Beispiel: Ein leckeres Rezept zum Wein, passende Gerichte, Zusatzinformationen und Geschichten. Seien Sie kreativ. Hier lässt sich zum Beispiel das Familen-Kochbuch des Weinguts gut einsetzen (wenn vorhanden). Geschichten helfen dem Kunden mit dem Produkt "Wein" zu glänzen (er hat was zu erzählen) und detaillierte Angaben zum Wein lassen ihn beim nächsten Abendessen wie einen Sommelier wirken ;-)


4. Die professionelle Gestaltung ist wichtig

Viele Newsletter, die uns im Tagesgeschäft erreichen, sind oft noch schlecht formatiert, werden nicht richtig angezeigt oder sind einfach nur kopierte Word-Dokumente. Sieht eine E-Mail schon optisch nicht ansprechend aus, wird sie oft gleich geschlossen ohne sie auch nur eines Blickes zu würdigen.

  • Kopieren Sie auf keine Fall direkt aus Word heraus. Hier werden ggf. Formatierungen und Bilder übernommen, die so nicht auf jedem E-Mail Programm angezeigt werden können. Tippen Sie eine E-Mail immer in einem entsprechenden E-Mail Programm.
  • Nutzen Sie professionelle Vorlagen. Lassen Sie sich eine E-Mail Vorlage von einem Profi anlegen oder nutzen Sie bei Weinbau-online.de die kostenlosen vorgefertigten Vorlagen.
  • Die E-Mail muss zum Erscheinungsbild Ihrer Webseite passen. Schon in der Vorschau muss ersichtlich werden, von wem die E-Mail stammt.
  • Testen Sie Ihre E-Mail. Senden Sie zum Beispiel eine Kopie an Ihr Outlook, testen Sie auf gmx, web.de oder anderen E-Mail Anbietern. Sieht die E-Mail auch überall gut aus (genau gleich wird Sie wahrscheinlich nicht aussehen)? Eine einheitliche Darstellung ist hier nicht so selbstverständlich wie Sie vielleicht denken.
  • Vermeiden Sie es Anhänge im Newsletter zu versenden! Laden Sie Bilder und Anhänge vorher auf Ihre Webseite und verlinken Sie nur in der E-Mail darauf. Kleinere Anhänge und kleinere Darstellungen sind oft besser - gerade in mobilen Zeiten. Oft werden E-Mails nämlich auf dem Smartphone gelesen.
  • Achten Sie auf die rechtlichen Gegebenheiten! Informieren Sie sich über die Rahmenbedingungen und fügen Sie auf jeden Fall mindestens einen Abmeldelink und ein vollständiges Impressum bei!

Gerne unterstützen wir Sie dabei. Sowohl die Gestaltung Ihrer Vorlagen, als auch eine Schulung speziell mit Ihrem Newsletter ist möglich. Sprechen Sie uns einfach an!


5. Keine Werbung ist die beste Werbung

Natürlich ist ein Newsletter eine Werbung für Ihr Weingut. Sie möchten den Kunden an sich binden, ihm im Gedächtnis bleiben oder ihn zum Kauf animieren. Gegen platte Werbesprache oder Kaufverführungen reagieren viele Menschen aber auf Grund der Flut an Werbung mittlerweile allergisch. Im Schlimmsten Fall wird Ihr Newsletter sogar automatisch als SPAM klassifiziert. (Mehr dazu in diesem Artikel.)

  • Kommunizieren Sie ohne Werbesprache. Teilen Sie lieber Interessantes mit.
  • Erzählen Sie interessante Geschichten um Ihre Weine, Ihr Weingut und die Menschen darin. (Unterhaltung / Information!)
  • Liefern Sie Anreize zu Handlungen und wecken Sie das natürliche Interesse Ihrer Weinkunden auf Neues.
  • Locken Sie die Weinkunden auf die Webseite Ihres Weinguts: Teasern Sie Weinbeschreibungen nur an und verstecken Sie den Rest in einem Link zum Webshop. Hier wollen SIe den Kunden ja haben!


6. Länge, Frequenz und Zeitpunkt

Bei guten Newslettern ist es wichtig, dass Sie auf der einen Seite den Kunden nicht nerven oder stören. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch wichtig, dass Sie den Kunden im Gedächtnis bleiben. Nur ein Newsletter im Halbjahr ist etwas wenig, wenn Sie es ernst meinen. Ein bis zwei Newsletter in der Woche können schon recht viel sein.

  • Sprechen Sie mit Ihren Weinkunden was sie sich wann wünschen und interessant finden.
  • Überprüfen Sie auch mit unseren praktischen Zeit-Modulen, wann Ihre E-Mails gelesen werden und stimmen Sie den Zeitpunkt ab.
  • Schreiben Sie auch nicht zu lange E-Mails, sondern bleiben Sie kurz und griffig. Wenn Sie doch etwas längeres schreiben möchten, schreiben Sie eine kurze Einleitung und verlinken auf Ihre Homepage. Wer weiter lesen möchte, kann das dann auch direkt tun. Wer das nicht möchte, muss sich nicht durch den Text "quälen", bevor die Stelle kommt, die ihn eigentlich interessiert.


7. Negative Reaktionen

Haben Sie keine Angst vor Abmeldungen. Hier steckt meistens keine Ablehnung gegenüber Ihrem Weingut dahinter, sondern oft ist es ein reiner Selbstschutz des Kunden. Er versucht die Werbeflut ein wenig einzudämmen und das Abmelden ist ein probates Mittel. Sie sollten auf jeden Fall immer unserer Abmelde-Links in unserem Newsletter-Tool nutzen und auch immer im Bereich E-Mails die Abmeldungen kontrollieren. Schaden entsteht erst dann, wenn Sie unerwünscht weiter senden. Das kann abgemahnt werden und der Kunde wird sicher kaum noch bei Ihnen einkaufen.
 

8. Messen Sie den Erfolg!

Nutzen Sie unsere praktischen Auswertungs-Module in Weinbau-online.de. Hier können Sie direkt viel über Klickraten und mehr erfahren. Das Modul kann nur darstellen, was der Kunde durch seine Sicherheitseinstellungen zulässt. Daher liegt die Dunkelziffer der Leser immer höher. Trotzdem sehen Sie hier gleich, welche Kunden Ihre E-Mails gelesen haben, darauf reagieren oder einem bestimmten Link gefolgt sind.

  • Beobachten Sie unseren Bewertungs-Zeiger. Wenn ein Newsletter übermäßig gut oder schlechte Reaktionsraten bei Ihren Weinkunden hervor ruft, sollten Sie sich überlegen, warum dies passiert ist.
    Dabei können Ihnen die oben stehenden Punkte helfen.
  • Nutzen Sie unser DATA-Programm und vergleichen Sie Ihren Erfolg mit dem von anderen Weingütern.


9. Nutzen Sie die Informationen die Ihnen das E-Mailmodul zur Verfügung stellt!

Je nach dem welche Version von Weinbau-online.de sie nutzen, können Sie genau sehen, welcher Kunde wann auf einen Link in ihrem Newsletter geklickt hat. Das können Sie in der Kundenselektion von Weinbau-online nutzen! Damit können Sie schnell feststellen welche Kunden z.B. dem Link auf ihre Preisliste gefolgt sind, aber trotzdem noch keine Bestellung aufgegeben haben. Und mit drei weiteren Klicks schreiben Sie diese Kunden nochmals per Mail an, oder legen einen Termin für ihre Telefonistin an, oder versenden einen klassischen Brief. Damit wird Ihr Marketing effizienter und benötigt zudem weniger Zeitaufwand. (Mehr dazu in diesem Artikel.)