Die gute Webseite für Weingüter - 9 Tipps

Da Ihre Homepage das Aushängeschild Ihres Betriebs ist, sollten Sie auf jeden Fall über diese folgenden Punkte Bescheid wissen: Was macht eine gute Webseite im Weinbau aus? War früher einfach nur Präsenz zeigen wichtig, so muss man den potentiellen Kunden heute viel mehr liefern. Wir haben für Sie ein paar Punkte zusammengestellt, die Ihnen bei der Planung bzw. Erstellung von neuen, aber auch der Verbesserung Ihrer bestehenden Website helfen können. Denn diese Aufgabe fängt schon im Weingut an und nicht erst beim Arbeiten mit dem Webmaster. Sie endet auch nicht mit der Veröffentlichung Ihrer Weinguts-Homepage, sondern ist ein kontinuierlicher Prozess.

 

1. Der erste Eindruck ist entscheidend

Ein paar Zahlen zum Anfang: Statistisch gesehen springen 30%-80% der Besucher im Internet schon nach ca. 5 Sekunden wieder von einer Winzer-Webseite ab.

Wieso ist das so? Die Antwort ist: "Weil es einfach ist!"

Hatte man früher eine Weinliste (offline!) in der Hand, hat man auch die zweite Seite aufgeblättert. Das tat man selbst dann, wenn die erste Seite oder der erste Wein nicht so interessant waren. Man hatte sich ja schließlich schon die Mühe gemacht, das Schriftstück in die Hand zu nehmen. Außerdem hat man gerade kein besseres zur Stelle. Im Internet ist die Konkurrenz aber nur einen Kick entfernt. Warum sollte der potentielle Weinkunde also auf Ihrer Webseite bleiben und sich ausgerechnet Ihr Weingut anschauen, wenn er nicht gleich ganz genau weiß wozu?

Sie sollten auf Ihrer Startseite daher die unten stehenden Punkte unbedingt aufführen. Das Schwierige ist dies auf einen Blick, also ohne Scrollen, zu tun.

  • Angebote Ihres Weingutes (Wo bin ich hier? Bin ich richtig? - Weine, Zimmer, Weinproben etc.)
  • Das Erlebnis für den Kunden (Was erwartet mich hier?)
  • Ihr(e) Alleinstellungsmerkmal(e) (Warum soll ich meine Zeit auf Ihrer Seite verbringen?)
  • Handlungsaufforderungen (Was soll ich jetzt tun?)

 

Dabei gibt es eine ganze Reihe von Fallstricken und beliebten Fehlern, die man immer noch auf viel zu vielen Webseiten antrifft. Sie verwirren Kunden, lenken sie ab - oder noch schlimmer: Sie bewegen sie dazu von Ihrer Seite weg zu wechseln. Vermeiden Sie folgende Punkte:

  • Willkommens-Seiten (Egal ob Flash-Animation, Video, Bilder o.ä. - weg damit!)
  • Ausschweifende Begrüßungen (außer Sie wollen bei Google für "herzlich willkommen" gefunden werden)
  • Nerviges (Musik, Animationen, Videos, Popups)
  • Besucherzähler (unprofessionell und uninteressant)
  • Überladene Seiten (Weniger hilft bei der Konzentration auf das Wesentliche!)
  • Unnötige und nicht zielführende Punkte

 

Prüfen Sie dazu die Seite Ihres Weinguts auch in verschiedenen Browsern. Gängige Browser sind Firefox, Chrome, Internet-Explorer und Opera. Testen Sie Ihre Seite auch mal auf Safari an einem Apple-Gerät bzw. einem IPad. So können Sie garantieren, dass über 95% der Benutzer auch das sehen, was Sie sehen. Und denken Sie daran:

  • Jede Seite ist eine potentielle Einstiegsseite, also pflegen Sie sie auch entsprechend!

 

 

2. Halten Sie den Weinkunden auf Ihrer Seite

Glückwunsch: Der Kunde hat sich also dazu entschieden, sich die Webseite Ihres Weingutes etwas genauer anzuschauen.

Jetzt müssen Sie ihn fesseln und auf Ihrer Seite halten. Sollten Sie nicht auf professionelle Besucher aus dem Bereich Wein spezialisiert sein, bombardieren Sie Ihren Besucher nicht mit Fachworten. Sie sollten aber auch nicht gleich auf die "Kumpel-Ebene" herabsteigen. Sprechen Sie den Kunden so an, wie Sie ihn auch bei einem Besuch im Weingut ansprechen würden! Das ist auch wichtig beim "gefunden werden" auf Seiten wie Google etc. Hier tippt der Kunde auch Suchbegriffe aus seinem Sprachwortschatz ein und sucht in der Regel nicht nach Fachworten.

Viele Weingüter schreiben an ihren Kunden vorbei und sprechen sie nicht richtig an. Sie müssen also erst einmal wissen, wie überhaupt der klassische Webseiten-Wein-Kunde aussieht:

  • Welche Vorlieben hat er?
  • Was sucht er?
  • Wozu braucht er den Wein / das Erlebnis?
    (Geschenk / selbst trinken / Freunde beeindrucken / zum Essen ....)
  • Was erwartet er von Ihrem Weingut?
  • Kennt er Sie oder ist er einfach nur über Ihre Seite im Internet gestolpert?
  • Gibt es eine Veranstaltung, wegen der er kam?
  • Möchte er Wein bestellen, eine Weinprobe oder ein Zimmer buchen -  oder nur stöbern?
  • .... (Fragen Sie doch mal Ihre Kunden, was sie sich wünschen!)

 

Schreiben Sie die Texte auf Ihrer Seite nicht um sich zu präsentieren, profilieren und einfach nur dar zu stellen. Stillen Sie das Informationsbedürfnis Ihres Kunden! Vermeiden Sie also "ego-Postings" und lange Ausschweifungen und beantworten Sie die oben gestellten Fragen subtil. Texte müssen optimal, antwortend, kurz und präzise sein. Das kommt daher, dass wir gerne Texte erstmal mit unserem Auge "ab rastern". Wir überfliegen sie für einen ersten Eindruck und entscheiden dann, ob sich der Aufwand sie zu lesen auch lohnt. Senken Sie den Aufwand für Ihre Weinkunden mit ein paar einfachen Punkten:

  • Wichtige Punkte in Texten hervorheben
  • Verwenden Sie aussagekräftige Überschriften
  • Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte
  • Nutzen Sie eine prägnante, objektive und neutrale Sprache (keine Werbung!)
  • Kurze Stichpunkte sind besser als Fließtext
  • Schweifen Sie nicht ab und führen Sie den Kunden zum Ziel (Wein-Webshop/Buchung ...)
  • Sagen Sie dem Kunden was er tun soll (jetzt kaufen / jetzt buchen / jetzt zuschlagen...)
  • Erklären Sie den Kunden was ihn erwartet wenn er etwas tut (Menschen wissen gerne, was auf sie zukommt)

 

 

3. Neue Wein-Kunden ansprechen - Schlüsselwörter

Was würden Sie eintippen, wenn Sie nach Ihrem Weingut suchen würden - es aber nicht kennen?

Was könnte einen Neukunden zu Ihrem Weingut führen? Da gibt es den Kunden, der vielleicht schon einmal Ihren Wein getrunken hat, sich aber nicht mehr an Ihr Weingut erinnert. Oder jemand plant einen Ausflug in Ihren Ort und sucht noch ein romantisches Weingut für eine Weinprobe? Vielleicht sucht ja jemand nach genau Ihrem Wein, kennt ihn aber noch gar nicht?!

Folgende Punkte sollten im Webseiten-Titel, einer Überschrift und noch besser in der Domain enthalten sein:

  • Der Name Ihres Weinguts
  • Ihr Wohnort und die Weinbau-Region
  • Alleinstellungsmerkmale
Gutes Beispiel: "Weingut Mustergut in Musterstadt - Sekt und Wein am Musterfluss".
Sehr schlechtes Beispiel: "Herzlich Willkommen auf unserer Webseite".

Vermeiden Sie lange Domains, die kompliziert zu merken sind und bringen Sie dort schon gezielt Schlüsselbegriffe wie "Weingut" oder "Weinbau" unter. Nehmen Sie Abstand von Floskeln und allgemeinen Begriffen. Wenn Sie denken, der Kunde würde auf Ihre Seite kommen weil er nach "Wein" sucht, dann haben Sie äußerst schlechte Karten. Sie konkurrieren hier alleine mit mehr als 10.000 Webseiten in Deutschland.

Also müssen Alleinstellungsmerkmale her. Diese Merkmale sind am besten in der Sprache des Kunden formuliert und orientieren sich an seinen Suchanfragen. Dabei muss immer sein Informationsbedürfnis befriedigt werden. Wein ist hier ein Luxus-Produkt, was ich nicht zwingend zum Leben brauche und das ich jetzt auf der Webseite nicht probieren kann. Helfen Sie also dem Kunden sich den Wein vorzustellen. Ein kleines Beispiel:

Schlecht: "Die neue 2014er Riesling Spätlese trocken ist da. 5g/l Säure, 24g/l Restzucker. Aromen: Apfel, Pfirsich. Passt zu: Fisch, Kartoffeln, Gemüse".
Besser: "Probieren Sie jetzt unsere fruchtige Riesling Spätlese. Die strahlende Sonne des Jahres 2014 hat diesen Wein mit den besten Aromen von saftigem Pfirsich und der feinen Säure von grünen Äpfeln verwöhnt. Der perfekte Sommerwein aus Musterstadt am Musterfluss. Der Wein zu Fisch mit Kartoffeln oder leckeren Gemüse mit leichter Note. Sichern Sie sich gleich im Shop ein paar der begehrten Flaschen."

Merken Sie schon, wie Bilder in Ihrem Kopf entstehen und Sie den Wein förmlich schmecken? In unserem Text haben sich jetzt auch einige Phrasen für Kunden eingeschlichen. Die Schlagworte wie "Wein zu Fisch" lassen sich direkt im Text ablesen und sorgen für eine hohe Relevanz bei Suchanfragen auf Seiten wie Google & Co.

 

 

4. Gestaltung der Weinguts-Webseite

Wer kennt das nicht: Man ist auf einer Webseite und weiß eigentlich genau was man will. Man findet aber nach längerer Suche nicht zum Ziel.

Entweder fehlt der Button zum Kaufen, der Shop versteckt sich im 3. Untermenü der Webseite oder ist nicht da wo man ihn erwartet. Warum soll ich also hier kaufen, wenn es anderswo viel bequemer geht?! Kunden von Weingütern wollen das, was wir auch alle gerne auf Webseiten möchten: Klarheit, Zielführung und Ordnung. Beachten Sie dazu folgendes:

  • Klare Struktur und Ausrichtung Ihrer Webseite helfen dem Kunden sich zurecht zu finden
  • Eindimensionale Navigationen sind übersichtlich (keine Versteckten Menüs, Dropdowns o.ä.)
  • Gleiches gehört zu Gleichem: Fassen Sie zugehörige Punkte zusammen
  • Nutzen Sie hochwertige Bilder eines Fotografen, Gesichter erzeugen Nähe
    (Ihr Weingut mag noch so schön sein, mit der Winzerfamilie davor ist es ansprechender!)
  • Zeigen Sie dem Kunden gewohnte Elemente (Logos / Symbole / Bilder / Gesichter)
  • Überladen Sie Ihre Webseite nicht - vermeiden Sie (aus Kundensicht) Unnötiges oder Ablenkungen
  • Führen Sie den Kunden durch Kontraste / Symbole durch die Seite

 

Achten Sie auch auf die "Wertigkeit" einer Webseite. Ist der Wein hier eher teuer (Luxus)? Oder gibt es etwas, was auch zu meinen Preisvorstellungen passt?

Stellen Sie sich Ihre Webseite wie ein Restaurant vor: Wollen wir einfach nur günstig zu Mittag essen, werden wir nicht in ein Sternelokal mit den teuren Möbeln und dem Vorzeige-Kellner gehen. Anders herum: Erwarte ich ein Sternemenü, werde ich nicht zu einem Straßenlokal mit rosa Plastikstühlen gehen. Wir würden vermutlich nicht einmal einen Blick auf die Speisekarte werfen (Sie verstehen sicherlich, worauf ich hinaus will.) Betrachten Sie also Ihre Seite einmal ganz neu. Wie wirkt die Seite auf Sie? Was sind erste Assoziationen?

Zeigen Sie die Seite einmal für 5 Sekunden (ja das reicht!) ausgedruckt ein paar Kunden, die die Seite noch nicht kennen. Stellen Sie den Weinkunden Fragen aus dem obigen Text und geben Sie ihnen keine Zeit zum Nachdenken. Sie werden überrascht über die Ergebnisse sein und viele Ideen für die Gestaltung mitnehmen. (Funktioniert übrigends auch super mit Weinflaschen :)

 

5. Erfüllen Sie Erwartungshaltungen

Wo würden Sie nach "der Suche suchen"?

Wenn Sie jetzt nach links- oder rechts oben schauen, dann erfüllen Sie eine Erwartungshaltung. Die meisten Internet-Nutzer würden hier eine Suche vermuten. Auch Ihre Weinkunden haben sich an gewisse Abläufe und Regeln auf Webseiten gewöhnt. Ein Nichteinhalten kann zu Verwirrungen, oder schlimmer - zum Absprung führen. Das können Sie sich aber auch zu Nutze machen:

  • Oben links ist ein Logo und man kommt auf die Startseite (vgl. Amazon / Wikipedia etc..)
  • Zum Wein-Webshop sollte ein Einkaufswagen-Symbol von jeder Seite aus führen
  • Vermeiden Sie Flash und Animationen
  • Jedes Formular-Feld mehr führt zum Abbruch (egal ob Kontakt- oder Einkaufs-Formular)
    (Mal ehrlich: Brauchen Sie Faxnummer, Bundesland oder Telefon-Nummer zum Versenden wirklich?)
  • Das Menü ist immer oben oder links
  • Ein Link zum Impressum / Kontakt ist u.a. (rechts) unten

 

 

6. Haben Sie ein Smartphone?

Ihre Weinkunden auch!

Und was hat man wohl gerade zur Hand, wenn man ein Glas Wein trinkt? Mit Sicherheit keinen kompletten PC. Hier sollten Sie den Kunden direkt abholen und ggf. zum Nachbestellen animieren:

  • QR-Codes auf Weinflaschen können direkt zum Wein-Shop führen
  • Geben Sie Ihre Homepage an, damit man auch direkt bestellen kann
  • Verweisen Sie auf Ihren Online-Shop
  • Liefern Sie für das Smartphone optimierte Wein-Expertisen

 

Je nach Alter Ihrer Kunden gehen mittlerweile 30-70%(!) der Nutzer mit einem Smartphone auf Ihre Seite. Das sollten Sie überprüfen und ggf. Ihre Seite anpassen (lassen). Hier stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: Von Seiten, die nur optimiert sind, bis zur "full-responsive-Seite", die sich voll an das Smartphone anpasst. Das bringt Ihnen folgende Vorteile:

  • Weniger Kaufabbrüche
  • Mehr Buchungen
  • Besseres Ranking bei Google

 

 

7. Das Internet ist demokratisch - Die Links

"Jetzt haben wir schon so eine tolle mobile Seite mit super Texten - und  jetzt ist die Konkurrenz von Weingut XY mit ihrem alten Knochen immer noch vor uns!"

Hier liegt noch Arbeit im Link-Aufbau: Ein Link auf eine Winzer-Webseite wird von vielen Suchmaschinen als ein Votum für diese Seite verrechnet. Daher werden Seiten mit vielen Links (aus einer Region) auch höher als Seiten mit wenigen Links angezeigt. Ganz verkürzt könnte(!) man sagen: Ein guter Link ist bis zu 1000€ wert. Wer jetzt denkt, dass man deshalb Links kaufen soll, dem sei davon abgeraten: Google & Co. erkennen das mittlerweile. Es ist aber ein Sinnbild für die Arbeit, die man in gute Links investieren kann und auch soll. Treten Sie mit anderen Seiten in Kontakt. Tauschen Sie in einer eigenen Partner-Sektion Links mit Freunden und Firmen:

  • Bitten Sie Freunde Sie zu verlinken
  • Bestehen Sie bei Berichten (z.B. in Zeitschriften) auf einen Link
  • Fragen Sie Kunden, ob Sie auf Sie verlinken (zum Beispiel Weinblogs / Reiseblogs etc..)
  • Nehmen Sie an Weinportalen teil

 

Natürlich gibt es in der Link-Qualität Unterschiede. Ein Link aus dem Weinbau-, Gastro- und Ferien-Bereich ist natürlich immer wertvoller, als ein Link von zum Beispiel einem Bauunternehmen. Links von so genannten "Verzeichnissen" sollten Sie meiden. Gekaufte Links können ggf. zu Strafen durch die Suchmaschinen führen. Folgende Webseiten haben hohe Reputationen und ein Link ist sehr viel Wert:

 

 

8. Soziales Netzwerken - aber bitte dosiert und regelmäßig

Da hat man eine Facebook-Fanpage, einen Twitter-Account, postet Weine auf Instagram und dreht Videos zu Weinproben auf Youtube. Aber wer pflegt das alles?

Zusammenfassend kann man sagen, dass wenn Sie einen Kanal nutzen, Sie ihn auch pflegen müssen. Verwaiste und leere Seiten sind ein Graus und erwecken schnell den Eindruck einer Betriebsaufgabe.

Nehmen Sie sich einen Kanal (zum Beispiel Facebook) und posten Sie darauf regelmäßige Beiträge. Seien Sie auch hier informativ und erinnern Sie sich: "keine ego-Postings". Hier gelten die Punkte 1-6 dieses Artikels! (Mehr Infos finden Sie im eigenen Blog-Beitrag dazu.) Präsentieren Sie sich - aber seinen Sie gleichzeitig interessant. Reden Sie mit Ihren Weinkunden und ermutigen Sie sie zur Rückmeldung!

Schlecht: "Unser neuer Riesling ist da."
Gut: "Probiert jetzt unseren neuen Riesling."
Besser: "Unser leckerer Sommer-Riesling ist endlich da. Wie hat er Euch geschmeckt?" [+Foto]

 

 

9. Besucher analysieren - der Weg des Weinkunden

Verwenden Sie auf Ihrer Seite auf jeden Fall ein Analyse-Werkzeug um mehr über Ihre Besucher zu erfahren. Gängige Analyse-Werkzeuge sind mittlerweile so einfach, dass auch Laien diese bedienen können. Suchen Sie sich Hilfe bei Ihrem Webmaster und sprechen Sie diesen aktiv darauf an. Hier können Sie beliebte Seiten ausfindig machen und sich stärker darauf fokussieren.

Wichtiger ist auch, dass Sie Ausstiegspunkte finden. Suchen Sie Seiten, bei denen Ihre Weinkunden Ihre Weinguts-Seite oder Ihren Wein-Webshop wieder verlassen. Versuchen Sie dieses Verhalten zu analysieren:

  • Warum springen sie ab?
  • Führt hier vielleicht ein Link von Ihrer Seite weg (und der Benutzer kommt nicht wieder)?
  • Stört hier etwas?
  • Finden Sie vielleicht den Weg nicht?
  • Kann ich Alternativen aufzeigen?

Suchen Sie solche Stellen und zeigen Sie sie Bekannten oder noch besser Kunden. Schauen Sie den Kunden bei der Navigation über die Schulter und beheben Sie Schwachstellen gezielt mit Ihrem Webmaster.

 

10. Sichern Sie Ihre Webseite mit einem SSL-Zertifikat

Machen Sie Ihre Webseite sicher!

Verschiedene Suchmaschinenanbieter haben angekündigt, Seiten ohne Verschlüsselungstechnologie zukünftig schlechter einzustufen. Daher ist es sehr ratsam auch die eigene Homepage mit einem so genannten SSL-Zertifikat auszustatten. Gerade wenn sensible Konto- und Benutzerdaten übermittelt werden, schützen Sie damit sich und Ihre Kunden vor dem Abgreifen dieser Daten. Außerdem können bei Passwort-Eingaben unschöne Hinweis-Felder aller "diese Verbindung ist nicht sicher" auftauchen, was Kunden ggf. verwirrt.

Bei vielen Anbietern von Webseiten kann man die Zertifikate bereits einfach in den Homepagebaukästen einschalten und für Ihren Websmaster ist die Umstellung in der Regel schnell zu bewältigen. Je nach Zertifikats-Typ reichen hier schon kostenlose Zertifikate aus - für etwas aufwändigere Zertifikate können auch schonmal ein paar Euro im Monat fällig werden.

Ob Ihre Seite schon ein Zertifikat besitzt erkennen Sie, wenn Sie Ihre Seite im Browser besuchen und links neben dem Adressfeld (zB. www.weinbau-online.de) ein kleines, grünes Schloss-Symbol abgebildet ist.

 


Wir hoffen, dass wir Ihnen damit einige Hinweise zur Verbesserung Ihrer Weinguts-Seite geben konnten.  Natürlich sind diese Punkte immer stark abhängig von Ihrer eigenen Seite. Sie sind keine Patentlösungen, sondern sollen Sie bei der Verbesserung Ihrer Webseite unterstützen und inspirieren. Falls Sie weitere Informationen oder eine konkrete Beratung zu Ihrer Seite wünschen, können Sie uns hier kontaktieren. Wir freuen uns auch über Kritik und Anregungen dazu. Schreiben Sie uns einfach.

Dr. Tobias Scholl ist u.a. promovierter Wirtschaftsgeograph und verfügt neben einem Diplom in Geographie und einem Abschluss in Biologie auch über einen Abschluss in Informatik. Sein Hauptfeld ist die Dokumentenerzeugung, Kundenkommunikation sowie die Auswertung und Analyse von Daten.